Greetsieler Zwillingsmühlen, Zwillingswindmühlen in Greetsiel, Krummhörn, Deutschland
Die Greetsieler Zwillingsmühlen sind zwei charakteristische Windmühlen am östlichen Eingang des Dorfes Greetsiel in Krummhörn, bestehend aus einer roten und einer grünen Mühle. Sie stehen etwa 130 Meter auseinander und prägen mit ihren unterschiedlichen Farben und Funktionen das ostfriesische Landschaftsbild.
Am Standort der grünen Mühle stand 1613 eine Bockwindmühle; nach Sturmschäden von 1662 ersetzt, ließ sie der Grimersumer Gutsbesitzer Bussen ab 1856 zu einem zweistöckigen Galerieholländer umbauen, der 1857 den Betrieb aufnahm. Die rote Mühle wurde 1706 errichtet, brannte 1736 und 1920 ab und wurde 1921 mit dem rund 200 Jahre alten Ständerwerk der abgebrochenen Auricher Wallmühle als zweistöckiger Galerieholländer wieder aufgebaut.
Beide Mühlen zeigen traditionelle Ostfriesische Mühltechniken, wobei die rote Mühle noch Mehl produziert und die grüne Mühle ein Teehaus und eine Kunstgalerie beherbergt. Sie sind wichtige Wahrzeichen der lokalen Handwerkskultur und prägen das Erscheinungsbild des Dorfes.
Besucher finden Parkplätze in der Nähe der südöstlichen Straßenseite der Mühlen entlang der Mühlenstraße. Der Zugang zu beiden Mühlen ist von dort aus zu Fuß leicht erreichbar und gut ausgeschildert.
Die Flügel der roten Mühle wurden 2017 aus Sicherheitsgründen demontiert; die Kappe nahm man im Februar 2024 zur Restaurierung ab und setzte sie im Juli 2025 wieder auf, kurz darauf folgten komplett neue Flügel. Über dem Eingang sitzt ein Gevelstein mit der Angabe Nov 1920, der an den Wiederaufbau nach dem Brand von 1920 erinnert.
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