Manningaburg, Herrenhaus in Pewsum, Krummhörn, Deutschland
Die Manningaburg ist ein von einer breiten Graft umgebenes Herrenhaus in Pewsum in der Gemeinde Krummhörn, Niedersachsen. Erhalten ist nur die Unterburg; in ihrem West- und Südflügel sind die Grundmauern der 1458 von Poppo Manninga errichteten Burg erhalten. Der Nordflügel entstand um 1550 nach niederländischem Vorbild mit wechselnden Sandstein- und Backsteinbändern, den Specklagen. Das Torhaus mit niederländischem Einfluss stammt etwa aus der Zeit um 1550.
Das Haus wurde 1458 von Poppo Manninga errichtet und diente als Wohnsitz ostfriesischer Häuptlinge. Im Jahr 1565 ging es an Graf Edzard II. über und verlor damit seine Rolle als Machtzentrum.
Manningaburg war der Sitz eines Häuptlings, einer typisch ostfriesischen Herrschaftsform, die zwischen Adel und Stadtbürgerschaft stand. Heute können Besucher im Inneren des Gebäudes Sammlungen sehen, die das Leben dieser lokalen Machthaber zeigen.
Die Manningaburg steht im Zentrum von Pewsum in der Gemeinde Krummhörn und ist von einer breiten Graft umgeben. Das Museum und das Standesamt im Inneren sind vom Ortskern aus zu Fuß erreichbar; mit dem Auto ist die Anfahrt unkompliziert. Die Öffnungszeiten sind begrenzt, daher vor dem Aufbruch prüfen.
Das Herrenhaus wird heute als Hochzeitsort genutzt, sodass Paare in einem fast 600 Jahre alten Gebäude heiraten können. Der Innenhof und das Torhaus bilden dabei eine ungewöhnliche Kulisse für Zeremonien.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.359 Mitwirkenden weltweit.