Benediktiner-Doppelkloster Marienthal, Mittelalterliches Kloster in Norden, Deutschland
Das Benediktiner-Doppelkloster Marienthal war ein Klosterkomplex in Norden mit getrennten Wohnbereichen für Mönche und Nonnen unter der Benediktinerregel. Die Anlage nutzte diese Aufteilung, um beide Gemeinschaften unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen und gleichzeitig ihre Lebensbereiche zu trennen.
Das Kloster wurde vor 1255 gegründet und bestand bis 1529, als die Reformation und religiöse Umwälzungen seine Aufgabe erzwangen. Die Auflösung des Klosters markierte das Ende einer mehr als 250 Jahre langen monastischen Tradition in dieser Region.
Das Doppelkloster war eng mit der Familie der Cirksenas verbunden, die es als Familienkloster nutzten und dort ihre Verstorbenen begruben. Diese Verbindung prägte das Leben im Kloster über mehrere Generationen hinweg.
Das ursprüngliche Klostergelände beherbergt heute ein Altenheim, das von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird und daher nicht frei zugänglich ist. Um die Geschichte des Ortes zu erkunden, sind die nahegelegenen Kirchen und lokalen Archive bessere Anlaufstellen.
Die kunstvolles gestalteten Chorgestühle aus dem Jahr 1481 sind aus dem Kloster erhalten geblieben und wurden in die Ludgeri-Kirche in Norden verbracht. Diese wertvollen Holzarbeiten bieten einen unmittelbaren Einblick in die handwerkliche Qualität und den Geschmack der mittelalterlichen Kommunität.
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