Synagoge Steglitz, Ehemalige Synagoge in Steglitz, Deutschland.
Die Synagoge Steglitz ist ein Kulturdenkmal in Steglitz-Zehlendorf, das als ehemaliges Gotteshaus für die jüdische Gemeinde dient. Das Gebäude zeigt neoklassizistische Formensprache und besitzt eine dekorierte Fassade mit Löwenornamenten an der Düppelstraße.
Das Gebäude entstand 1897 durch die Umwandlung eines früheren Stallgebäudes in ein Synagogenhaus für die wachsende jüdische Gemeinde. Während der Novemberpogrome 1938 wurde es beschädigt, überstand aber im Gegensatz zu vielen anderen Synagogen die Zeit bis heute.
Der Ort trägt den Namen der jüdischen Gemeinde Steglitz, die hier ihre religiöse Heimat hatte. Die Fassade mit ihren Löwen-Reliefs zeigt noch heute die Verbindung zu jüdischen Traditionen und Symbolen.
Das Denkmal liegt in einem Innenhof und ist von außen zugänglich, kann aber in seinem Inneren nicht besucht werden. Der Ort wird heute als Mahnstätte gepflegt und informiert über die Geschichte der jüdischen Gemeinde Berlins durch Gedenktafeln.
Nach 1945 wurde das Gebäude lange Zeit als Lagerhalle genutzt und verlor seine ursprüngliche Bedeutung aus dem öffentlichen Bewusstsein. Eine Rettungskampagne 1989 konnte den geplanten Abriss verhindern und führte zur Anerkennung als Denkmal.
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