Krematorium Berlin-Wedding, Krematorium und Architekturdenkmal in Wedding, Berlin, Deutschland.
Das Krematorium Berlin-Wedding ist eine Feuerbestattungsanlage mit einer achteckigen Trauerhalle, deren pyramidales Mansarddach sich 17 Meter in die Höhe erhebt. Rund um diese zentrale Halle befinden sich auf zwei Ebenen Urnenkammern für Beisetzungen.
Der Architekt William Müller erbaute die Anlage zwischen 1909 und 1910 als erstes Krematorium Berlins und drittes in Preußen. Sie prägte das Stadtbild als Zeichen der wachsenden Akzeptanz von Feuerbestattung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Das Gebäude verbindet Gestaltungselemente für verschiedene Glaubensrichtungen mit einer sachlichen Architektur und zeigt, wie sich die Einstellung zu Trauer und Abschied verändert hat. Besucher können sehen, wie die Räume neutral gestaltet wurden, um Menschen aller Überzeugungen willkommen zu heißen.
Der Ort ist heute Teil des silent green Kulturquartiers und kann als Veranstaltungs- und Ausstellungsraum besucht werden. Es ist empfehlenswert, vor einem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten und Veranstaltungen zu prüfen.
Das Gebäude war von 1912 bis 2002 in Betrieb und wurde dann geschlossen, als die Kapazitäten anderer Berliner Anlagen ausreichten. Diese lange Geschichte als funktionsfähige Einrichtung macht es zu einem seltenen Beispiel eines vollständig erhaltenen frühen Krematoriums.
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