Kessel von Gundestrup, Eisenzeitliches Silbergefäß im Nationalmuseum Dänemarks, Dänemark
Der Gundestrup-Kessel ist ein eisenzeitliches silbernes Gefäß, das im Nationalmuseum von Dänemark in Kopenhagen ausgestellt wird. Das Objekt besteht aus dreizehn Silberplatten, die eine runde Form mit einem Durchmesser von 69 Zentimetern und einer Höhe von 42 Zentimetern bilden und mit detaillierten Reliefszenen verziert sind.
Torfgräber fanden das zerlegte Gefäß 1891 im Rævemosen-Moor in der Nähe des Dorfes Gundestrup in Himmerland im Norden Jütlands. Forscher datieren seine Herstellung auf die Zeit zwischen dem 3. und dem 1. Jahrhundert vor Christus, vermutlich außerhalb Skandinaviens, bevor es später in der dänischen Moorlandschaft deponiert wurde.
Die Platten zeigen eine Reihe rätselhafter Szenen, die Wissenschaftler oft als Hinweise auf alte Rituale oder Mythen deuten, obwohl ihre genaue Bedeutung noch diskutiert wird. Besucher können Menschen in verschiedenen Haltungen erkennen, darunter eine Figur, die von zwei kleineren Gestalten flankiert wird, sowie Tiere wie Hirsche und Schlangen, die auf der Innenseite angeordnet sind.
Das Museum in Kopenhagen ist für Besucher zugänglich, die das Gefäß aus nächster Nähe betrachten möchten, wobei das Objekt in einer Vitrine präsentiert wird. Die Ausleuchtung und Positionierung der Ausstellungsvitrinen ermöglichen es, die Reliefs und Details der silbernen Oberfläche zu studieren.
Die Untersuchung der Silberzusammensetzung zeigt, dass das Material aus mehreren Quellen stammt, während die Handwerker Gold zum Vergolden, Zinn zum Löten und Glas für die Augen der dargestellten Figuren verwendeten. Diese technische Vielfalt deutet auf mehrere Herstellungsorte oder Phasen der Bearbeitung hin.
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