Schieß- und Übungsplatz Oksbøl, Militärisches Übungsgelände in Varde Municipality, Dänemark
Der Schieß- und Übungsplatz Oksbøl ist eine 6.500 Hektar große Militäranlage mit Heideland, Dünen und Sumpfgebieten zwischen Blåvand und Vejers im Südwesten Jütlands. Das Gelände umfasst spezielle Zonen für Panzeroperationen, Luftfahrzeugübungen und Artilleriepraxis.
Das Gelände wurde 1929 gegründet und expandierte erheblich während des Zweiten Weltkriegs, als der dänische Staat große Teile der Kallesmærsk-Heide für Militärzwecke übernahm. Zwischen 1967 und 1969 folgte eine der größten Landenteignungen Dänemarks, bei der Hunderte von Grundstücken verstaatlicht wurden.
Brikby ist ein künstliches Dorf auf dem Gelände, das 1995 für Trainingsübungen im urbanen Kampf errichtet wurde. Es dient bis heute als Trainingsort für taktische Szenarien und zeigt, wie Armeeeinheiten für Einsätze in städtischen Umgebungen vorbereitet werden.
Das Gelände ist während aktiver Trainingsperioden nicht frei zugänglich, da laufend Übungen stattfinden. Besucher sollten sich vorher informieren, welche Bereiche geöffnet sind und wann Trainingsaktivitäten pausieren.
Auf dem Gelände stehen verlassene Häuser und Gehöfte, die von Menschen stammen, die während der Enteignungen der 1960er Jahre ihr Land aufgeben mussten. Diese stillen Überreste erzählen von einem bedeutenden Moment in der dänischen Geschichte, wenn man die Grundmauern und zerfallenden Strukturen sieht.
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