Hippo Regius, Römische archäologische Stätte in Annaba, Algerien
Hippo Regius ist eine römische archäologische Stätte in der algerischen Küstenstadt Annaba, die sich über mehrere Terrassen erstreckt. Die Anlage umfasst gepflasterte Straßen, Wohnviertel mit Säulenreihen, ein großes rechteckiges Forum und Fundamente zahlreicher öffentlicher Bauten.
Phönizische Händler gründeten die Siedlung im 12. Jahrhundert vor Christus, die später unter römischer Herrschaft zu einer bedeutenden Kolonie aufstieg. Augustinus leitete hier ab 396 die Diözese und verfasste theologische Werke bis zu seinem Tod während der Belagerung durch die Vandalen im Jahr 430.
Die Überreste mehrerer christlicher Basiliken zeigen unterschiedliche architektonische Stile und Bodenbeläge aus verschiedenen Jahrhunderten. Die nördliche Hauptkirche bewahrt noch eine zentrale Apsis und große Mosaikfragmente, die an die Zeit als Bischofssitz erinnern.
Der Rundgang beginnt am ehemaligen Hafenbereich und führt bergauf durch Wohnviertel mit freigelegten Mauern und Säulenbasen. Festes Schuhwerk ist sinnvoll, da die Wege uneben sind und teilweise über alte Pflastersteine und Treppenstufen führen.
Eine erhöhte steinerne Plattform im Marktbereich diente einst dem Verkauf versklavter Menschen und steht heute frei zwischen den Handelssäulen. Das Forum bewahrt mehrere aufrechte Säulen, die noch etwa 3,6 Meter hoch ragen und einen Eindruck von der ursprünglichen Dimension des öffentlichen Platzes vermitteln.
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