Hydra, Viertel im Zentrum der algerischen Hauptstadt Algier
Hydra ist ein Stadtteil von Algier, der auf einem Plateau im Südwesten der Hauptstadt liegt und zum Bezirk Bir Mourad Raïs gehört. Die Straßen sind breit, gesäumt von alten Villen mit flachen Dächern und hellen Fassaden, und viele Botschaften sowie diplomatische Residenzen verleihen dem Viertel ein weitläufiges, geordnetes Erscheinungsbild.
Das Viertel entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einem Plateau, das zuvor durch eine Schlucht von der Stadt getrennt war und als Weinberg genutzt wurde. In den 1920er Jahren wurde eine Brücke gebaut, die Hydra mit dem Stadtzentrum verband und den Bau neuer Wohnhäuser und öffentlicher Einrichtungen im gesamten Gebiet auslöste.
Hydra verdankt seinen Namen einer alten Quelle, die früher die Gegend mit Wasser versorgte, und trägt diesen Namen bis heute. Die Cafés rund um die zentralen Plätze sind den ganzen Tag geöffnet und laden zum Verweilen ein, während die Straßen einen ruhigen, wohnlichen Charakter behalten.
Das Gelände steigt sanft an, und zu Fuß lassen sich von verschiedenen Punkten aus gute Ausblicke auf die Stadt und das Meer genießen. Früh morgens oder am Abend sind die Straßen am ruhigsten und die Temperaturen am angenehmsten zum Spazierengehen.
Das Château d'Hydra, ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das von einem lokalen Anführer errichtet wurde, dient heute als Sitz der französischen Botschaft und ist damit eines der wenigen historischen Gebäude des Viertels, das noch eine aktive diplomatische Funktion erfüllt. Seine dicken Mauern und kleinen Fenster sind deutlich zu erkennen und spiegeln die Bauweise wider, die auf diesem exponierten Plateau damals üblich war.
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