Dellys, Gemeinde in Algerien
Dellys ist eine kleine Küstenstadt in Nordostalguerien in der Provinz Boumerdès, die zwischen Meer und Bergen liegt. Die Stadt zeigt sich durch schmale Gassen, verwitterte Steinmauern, alte Festungsreste und historische Hafenbereiche, die Spuren mehrerer Zivilisationen hinterlassen haben.
Dellys wurde von Numidiern, Römern und Arabern besiedelt, und jede Zivilisation hinterließ ihre Spuren in der Stadtstruktur und Architektur. Unter den Osmanen entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum, das durch Landwirtschaft, Fischerei und See-handel florierte, während Befestigungen gegen Eindringlinge errichtet wurden.
Der Name Dellys stammt aus der Berber-Sprache und bedeutet "kleine Tür". Die einheimischen Bewohner nennen sich selbst "La houistate" und sprechen einen Dialekt, der dem der Kasbah von Algier ähnelt, mit charakteristischem Akzent und häufiger Verwendung des Buchstabens 'k'.
Der Ort ist vom Norden Algeriens aus über die Straße nach Naciria erreichbar, die von Algier vorbei an Baghlia führt und durch grüne Felder und über Brücken am Fluss Sebaou verläuft. Besucher sollten mit unebenen Wegen in der Altstadt rechnen und festes Schuhwerk tragen, während die Infrastruktur für Tourismus begrenzt ist.
Ein Beben im Jahr 2003 beschädigte viele der historischen Strukturen der Stadt schwer, was Restaurierungsarbeiten notwendig machte. Trotzdem haben alte Familien wie die Bestandji und Bouyahyaoui mehrere Generationen an demselben Ort gelebt und können die Veränderungen der Stadt über die Jahrzehnte hinweg bezeugen.
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