Villa Joly, Verwaltungsgebäude in Algier, Algerien.
Villa Joly ist ein administratives Gebäude in den Höhen von Algier, das sich gegenüber dem Sommerpalast an der Roosevelt Avenue befindet. Das modern gestaltete Bauwerk steht über der Stadt und prägt mit seiner Architektur die Silhouette dieses Viertels.
Vor der algerischen Unabhängigkeit war die Villa Joly bis 1962 die Residenz des Finanzdirektors der Generalregierung von Algerien. Das Gebäude markiert damit die Periode der französischen Verwaltung in dieser strategischen Höhenlage der Stadt.
Die Villa trägt ihren Namen nach dem Schweizer Konsul Eugene Joly oder dessen Tochter Claire, die als Künstlerin tätig war. Der Name verbindet die Geschichte der Familie mit der europäischen Präsenz in Algier während dieser Zeit.
Das Gebäude dient heute als Sitz der Bank von Algerien und ist aus administrativen Gründen nicht frei zugänglich. Die Besichtigung von außen ermöglicht dennoch einen Blick auf die Architektur und die Lage des Bauwerks auf den Höhen der Stadt.
Am 19. Juni 1965 wurde Präsident Ahmed Ben Bella im Verlauf einer militärischen Operation, die Algeriens politische Führung veränderte, in der Villa festgenommen. Dieses Ereignis markierte einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der jungen Nation.
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