Kiipsaare Lighthouse, Betonleuchtturm auf der Halbinsel Harilaid, Estland.
Das Kiipsaare-Leuchtfeuer ist eine weiß-schwarz gestreifte zylindrische Struktur mit etwa 26 Meter Höhe an der Westküste der Insel Saaremaa in der Ostsee. Die Konstruktion steht heute teilweise im Wasser und neigt sich zur Seite aufgrund von Küstenerosion.
Das Leuchtfeuer wurde 1933 etwa 150 Meter vom Ufer entfernt erbaut und funktionierte lange Zeit als Navigationshilfe für Schiffe. Die Meeresodynamik hat es seitdem graduell verlagert, bis es schließlich ins Wasser rutschte.
Das Leuchtfeuer ist in der regionalen Folklore bekannt und wurde in Kunstwerken sowie Literatur über die estnische Küste dargestellt. Einheimische betrachten es als Symbol für die Verbundenheit zwischen Land und Meer.
Der Ort ist nur zu Fuß erreichbar und erfordert einen Spaziergang von etwa 4 Kilometern durch das Vilsandi-Nationalpark von einem Parkplatz aus. Das Terrain ist flach und der Weg ist in den meisten Jahreszeiten begehbar, wobei Regenwetter den Boden matschig machen kann.
Das Leuchtfeuer erschien 2003 im estnischen Film Somnambuul und ist seitdem in der Filmkultur des Landes bekannt. Die visuelle Transformation durch die eindringende Erosion hat es zu einem beliebten Motiv für Fotografen und Künstler gemacht.
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