Ziegelskoppel, Industrieller Halbinsel-Bezirk in Tallinn, Estland
Kopli ist ein Industrieviertel auf einer Halbinsel im Norden Tallinns, das sich zwischen der Tallinner Bucht, der Kopli-Bucht und der Paljassaare-Bucht erstreckt. Das Gebiet ist geprägt von Hafenanlagen und Holzhäusern, die den Charakter dieses hafennahen Stadtteils bestimmen.
1912 wurde die Russisch-Baltische Werft gegründet und verwandelte Kopli von unbesiedeltem Wald in einen Wohnbezirk für Arbeiter mit notwendigen Einrichtungen. Diese Industrialisierung prägte die Entwicklung und Struktur des Viertels nachhaltig.
Das Viertel war Heimat eines lutherischen baltisch-deutschen Friedhofs von 1774 bis in die 1950er Jahre, bevor sowjetische Behörden das Gelände in einen öffentlichen Park umwandelten. Diese Umgestaltung zeigt, wie sich die Nutzung des Raums im Laufe der Jahrzehnte grundlegend verändert hat.
Kopli ist mit den Straßenbahnen 2 und 6 sowie den Buslinien 32, 72 und 73 erreichbar, die das Viertel mit dem Zentrum Tallinns verbinden. Die öffentlichen Verkehrsmittel ermöglichen eine einfache Anbindung an alle wichtigen Stadtteile.
Die Estnische Maritim-Akademie ist heute in dem ehemaligen Gebäude der Russisch-Baltischen Werft untergebracht und bewahrt damit die Verbindung des Viertels zu seiner maritimen Vergangenheit. Besucher können die Kontinuität zwischen der früheren Schiffbau-Industrie und der heutigen maritimen Ausbildung erleben.
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