Lasnamäe, Wohnbezirk im östlichen Tallinn, Estland
Lasnamäe ist ein Wohnviertel auf einem Kalksteinplateau im Osten Tallinns, das zwischen den 1970er und 1990er Jahren mit Wohnblöcken von fünf bis sechzehn Stockwerken bebaut wurde. Das Viertel beherbergt etwa 119.000 Menschen in einer dicht bebauten Struktur.
Die Geschichte des Viertels beginnt mit mittelalterlichen Kalksteinbrüchen, die später zur Grundlage für eine Industriezone wurden. Im späten 19. Jahrhundert entstanden hier Fabriken wie die Dvigatel-Werke, bevor das Gebiet in der Sowjetzeit zu einem großen Wohnviertel entwickelt wurde.
Lasnamäe ist geprägt von seiner ethnischen Vielfalt, wo Russen und Esten zusammenleben und ihre unterschiedliche Herkunft in der Nachbarschaftskultur sichtbar wird. Diese Mischung prägt das tägliche Leben und zeigt sich in den Läden, Restaurants und sozialen Räumen des Viertels.
Die Laagna-Straße ist die Hauptverkehrsader durch das Viertel und verbindet die Innenstadt mit der Autobahn Tallinn-Narva über eine kanalförmige Struktur. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die verschiedenen Nachbarschaften zu erkunden, da das Viertel relativ groß und sehr dicht besiedelt ist.
Im Viertel befindet sich der einzige erhaltene Abschnitt der Katerina-Treppe, von wo aus Peter der Große einst die Schiffe beobachtete. Diese historische Stätte auf dem Kalksteinklippen ist wenigen Besuchern bekannt, obwohl sie einen Überblick über die Bucht bietet.
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