Saatse-Stiefel, Grenzgebiet an der estnisch-russischen Grenze, Печорский муниципальный округ
Die Saatse Boot ist ein stiefelförmiges Stück russischen Territoriums, das zwischen die estnischen Dörfer Lutepää und Sesniki hineinragt. Die Straße, die diese beiden Dörfer verbindet, verlief früher durch diesen Streifen russischen Landes, ohne an der Grenze anzuhalten.
Die Grenzlinie entstand 1944, als die Sowjetunion die Grenzen in der Region neu festlegte, wodurch ein Stück estonischen Landes an Russland überging. Als Estland 1991 die Unabhängigkeit wiedererlangte, blieb die Grenze unverändert, und die sonderbare Stiefelform blieb bestehen.
Die Saatse Boot liegt im Gebiet Setomaa, einer Region mit eigener Sprache und Volkskultur. Wer durch die Gegend fährt, sieht typische Holzhäuser und kleine Felder, die das alltägliche Leben der dort ansässigen Seto-Bevölkerung widerspiegeln.
Seit Oktober 2025 ist die Durchfahrt durch die Saatse Boot gesperrt; an beiden Enden der Straße wurden Absperrungen errichtet. Eine neue Umgehungsstraße ist im Bau und soll die Dörfer Lutepää und Sesniki verbinden, ohne russisches Gebiet zu berühren.
Die Stiefelform entstand, weil das Gebiet ursprünglich zu einem einzelnen Bauernhof gehörte, der mit dem russischen Dorf Gorodishche verbunden war. Das letzte bekannte Bauernhaus im Inneren des Stiefels steht seit Jahren leer und ist wegen der Grenzregeln von der Straße aus nicht mehr zugänglich.
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