Radbrunnen, Mittelalterlicher Brunnen in der Altstadt, Tallinn, Estland.
Der Brunnen im Altstadtkern von Tallinn liegt an der Ecke von Rataskaevu und Dunkri und besitzt einen Hebeмеханismus, der ihm seinen Namen gab. Die Konstruktion ermöglichte es den Menschen, Wasser aus der Tiefe nach oben zu befördern.
Der Brunnen wird erstmals am 30. April 1375 in Tallinner Grundbüchern erwähnt und war anfangs nach dem hohen Kalkgehalt des Wassers als Sternsodi bekannt. Seine Nutzung endete, als die Wasserqualität sich verschlechterte und die Behörden ihn Mitte des 19. Jahrhunderts verschlossen.
Der Brunnen ist in estnischen Volkserzählungen tief verwurzelt und wird mit einer Wasserfee verbunden, die in der Erinnerung der Stadtbewohner fortlebt. Diese Geschichten prägen bis heute, wie Menschen den Ort wahrnehmen und von ihm sprechen.
Der Brunnen ist in der Altstadt leicht zu erreichen und liegt zentral an einer Straßenecke, wo er deutlich erkennbar ist. Besucher sollten beachten, dass die Öffnung heute verschlossen ist und das Bauwerk als Denkmal erhalten bleibt.
Früher warfen Einwohner tote Katzen in den Brunnen als Opfergaben, was ihm den Spitznamen Kassikaev oder Katzenbrunnen einbrachte. Dieser Brauch zeigt, wie eng die Menschen ihre Umgebung mit spirituellen Überzeugungen verknüpften.
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