Kabala Manor, Gutshof in Kreis Rapla, Estland
Das Kabala Herrenhaus ist ein Herrengutsgebäude in Rapla und zeigt Formen der Spätbarock mit Rokoko-Elementen im Inneren, darunter Kachelherde und verzierte Wandverkleidungen in den Räumen. Das Hauptgebäude bewahrt diese architektonischen Merkmale bis heute und funktioniert als Schulgebäude.
Das Herrenhaus erhielt 1638 seine Unabhängigkeit und durchlief um 1770 unter Hans Georg von Uexküll, einem baltischen deutschen Adligen, eine umfangreiche Umgestaltung. Diese Baumaßnahmen prägten die heutige Erscheinung des Gebäudes nachhaltig.
Die Innenausstattung zeigt die Handwerkskunst von Johann Michael Graff, dessen Stuckarbeiten den Einfluss der baltischen Deutschheit auf die estnische Architektur verdeutlichen. Die Räume bewahren diese handwerklichen Details bis heute und erzählen von den Geschmacksverhältnissen des baltischen Adels.
Das Besuchererlebnis wird durch die Nutzung als Schulgebäude geprägt, daher sollten Besucher dies bei der Planung beachten und sich vorab informieren. Der Zugang zum Inneren kann eingeschränkt sein, weshalb es ratsam ist, die Erreichbarkeit im Voraus zu klären.
Die Familie von Vietinghoff, frühere Besitzer des Guts, ließ eine neugotische Kapelle drei Kilometer vom Herrenhaus errichten. Diese Kapelle dient als Begräbnisstätte und zeigt ein anderes architektonisches Konzept als das Herrenhaus selbst.
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