Katharinenkloster, Byzantinisches Kloster am Berg Sinai, Ägypten
Das Katharinenkloster liegt am Fuß des Berges Sinai in Südsinai, ein befestigtes byzantinisches Kloster mit hohen Steinmauern und einem zentralen Kirchenbau unter einer Kuppel. Innerhalb der Mauern verteilen sich mehrere Kapellen, Unterkünfte für Mönche und ein Glockenturm über den terrassenförmig angelegten Innenhof.
Kaiser Justinian I. gründete das Kloster 548 nach Christus, um christliche Pilger zu schützen, die den biblischen brennenden Dornbusch besuchten. Im Laufe der Jahrhunderte blieb der Ort durch Verträge mit muslimischen Herrschern geschützt und bewahrte seine Funktion als geistliches Zentrum.
Der Berg Sinai erhebt sich direkt hinter den Klostermauern, und viele Besucher nehmen die steile Wanderung auf den Gipfel vor, um den Sonnenaufgang zu erleben. Mönche leben noch heute nach dem Rhythmus alter Traditionen, pflegen die Gärten innerhalb der Mauern und führen Gottesdienste in den Kapellen durch.
Besucher erreichen das Kloster täglich über organisierte Touren, die meist morgens starten und eine Fahrt von etwa zweieinhalb Stunden durch die Wüste beinhalten. Wer den Berg besteigen möchte, sollte früh aufbrechen, um den Aufstieg vor Sonnenaufgang zu bewältigen.
Die Bibliothek beherbergt über dreitausend antike Handschriften, darunter Texte in Griechisch, Arabisch, Syrisch, Georgisch und slawischen Sprachen. Sie gilt als die älteste durchgehend betriebene Bibliothek der Welt und wird nur vom Vatikan in ihrem religiösen Textbestand übertroffen.
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