Hierakonpolis, Archäologische Stätte im Gouvernement Assuan, Ägypten.
Nekhen liegt am westlichen Nilufer und besteht aus Tempelanlagen, Bestattungsplätzen und Wohnbauten aus vordynastischer Zeit. Die Überreste verteilen sich über mehrere Hektar und zeigen verschiedene Bauphasen früher ägyptischer Siedlungen.
Diese Siedlung war vor 3200 v. Chr. das religiöse und politische Zentrum Oberägyptens. Sie spielte eine zentrale Rolle bei der Vereinigung der beiden Landesteile und verlor ihre Bedeutung nach der Gründung von Memphis.
Archäologen fanden hier die Narmer-Palette, einen zeremoniellen Schild, der den Triumph eines Königs darstellt und frühe Schriftzeichen zeigt. Dieser Fund gilt als Schlüssel zum Verständnis der Entwicklung der ägyptischen Bildsprache und ihrer religiösen Symbolik.
Besucher benötigen eine Vorabgenehmigung durch registrierte ägyptische Tourismusagenturen, die geführte Rundgänge anbieten. Die Morgenzeit eignet sich am besten für die Erkundung der Anlage, da die Hitze dann weniger drückend ist.
Wissenschaftler entdeckten hier das erste bekannte dekorierte Grab Ägyptens aus dem Jahr 3800 v. Chr. mit roten Wandmalereien und Opfergefäßen. Die Bemalung zeigt Motive, die später in der dynastischen Kunst zur Norm wurden.
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