Totentempel der Hatschepsut, Totentempel in Luxor, Ägypten
Der Tempel aus Kalkstein erhebt sich in drei deutlichen Terrassen vor Wüstenklippen und umfasst Kolonnaden, Höfe und Heiligtümer, die verschiedenen ägyptischen Göttern gewidmet sind. Rampen und Treppen verbinden die Ebenen miteinander und führen Besucher durch die gesamte Anlage, die sich harmonisch in die natürliche Felswand einfügt.
Königin Hatschepsut gab diesen Bau zwischen 1479 und 1458 vor der heutigen Zeitrechnung in Auftrag und etablierte ihn als religiöses Zentrum und Denkmal ihrer Herrschaft. Nach ihrem Tod versuchte Thutmosis III. alle Bezüge zu ihrer Regentschaft zu entfernen, indem er ihre Bilder und Inschriften im gesamten Bauwerk beschädigen ließ.
Die Wandreliefs zeigen Zeremonien und eine Expedition in das Land Punt, die während der Herrschaft Hatschepsuts unternommen wurde. Diese Darstellungen vermitteln Einblicke in die religiösen Praktiken und außenpolitischen Unternehmungen dieser Zeit, die für Besucher noch heute sichtbar sind und das Leben am Hof nachvollziehbar machen.
Der Komplex öffnet täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, und der Eintritt ermöglicht den Zugang zu allen drei Ebenen. Die Begehung erfolgt über Rampen und Treppen, weshalb festes Schuhwerk und ausreichend Wasser für den Aufstieg empfohlen werden.
Der Architekt Senenmut, der für die Planung verantwortlich war, ließ sein eigenes Grab direkt unter dem Hof des Bauwerks anlegen. Diese ungewöhnliche Entscheidung zeigt seine enge Beziehung zur Herrscherin und seine besondere Stellung am Hof.
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