Dahschur, Antike Nekropole im Gouvernement Gizeh, Ägypten
Dahshur ist eine antike Begräbnisstätte südlich von Kairo mit mehreren Pyramiden aus der Pharaonenzeit. Die bekanntesten Strukturen sind die Rote Pyramide mit ihren glatten Wänden und die Knickpyramide, die einen eigentümlichen Winkelwechsel aufweist.
Diese Anlagen entstanden in der Frühdynastischen Zeit zwischen ungefähr 2613 und 2589 v.Chr., als die ägyptischen Baumeister von Stufenpyramiden zu glattwandigen Strukturen übergingen. Diese Phase markiert einen Wendepunkt in der ägyptischen Architekturgeschichte und zeigt die technologischen Fortschritte der damaligen Zeit.
Die Gräber in dieser antiken Bestattungsanlage zeigen, wie königliche Familien ihre Toten beerdigten und welche wertvollen Gegenstände sie ihnen ins Jenseits mitgaben. Man kann heute noch Überreste von Schmuck und persönlichen Objekten sehen, die einen Einblick in das alltägliche Leben der alten Ägypter geben.
Der Ort ist weniger überlaufen als andere ägyptische Pyramidenstätten, da er lange Zeit als Militärzone gesperrt war und erst seit 1996 für Besucher zugänglich ist. Man sollte Sonnenschutz, Wasser und bequeme Schuhe mitbringen, da man die Anlage zu Fuß erkunden muss.
Die Knickpyramide zeigt eine ungewöhnliche Wölbung, die halbweg oben deutlich sichtbar ist und offenbart, dass die Baumeister während des Bauprozesses ihre Pläne änderten. Diese Anpassung half wahrscheinlich, strukturelle Probleme zu vermeiden, die beim Bau aufgetreten waren.
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