Tuna el-Gebel, Archäologische Nekropole in Minya, Ägypten
Tuna el-Gebel ist eine antike Grabanlage mit unterirdischen Gängen, Tempeln und Kammern, die sich über ein großes Gebiet erstrecken. Die Strukturen verteilen sich sowohl unter der Erde als auch an der Oberfläche und enthalten Bestattungen von Menschen und heiligen Tieren.
Die Grabanlage entstand um 300 v. Chr. und wurde während der ptolemäischen und römischen Periode intensiv genutzt. Die langen Zeitspanne der Belegung zeigt, wie dieser Ort über mehrere Jahrhunderte für Bestattungen wichtig blieb.
Der Ort war im Altertum ein Zentrum der Verehrung des Gottes Thoth, und Menschen kamen hierher, um an heiligen Ritualen teilzunehmen und ihre Verstorbenen zu bestatten. Heute können Besucher noch die Spuren dieser religiösen Praktiken in den Grabkammern und Wandmalereien sehen.
Der Ort liegt etwa 270 Kilometer südlich von Kairo und ist von der benachbarten Stadt Hermopolis Magna erreichbar. Die meisten Bereiche sind für Besucher zugänglich, obwohl große Teile noch nicht vollständig erforscht oder ausgegraben sind.
Unter der Erde lagern Tausende mumifizierte Ibisse und Paviane, die als heilige Tiere des Gottes Thoth galten und von Pilgern als Opfergaben gebracht wurden. Diese tierischen Überreste bieten einen seltenen Einblick, wie Menschen ihre Verehrung durch solche Gaben ausdrückten.
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