Medinet Habu, Archäologische Stätte nahe der thebanischen Hügel, Ägypten
Medinet Habu ist ein Tempelkomplex am Westufer des Nils bei Luxor, der Höfe, Hallen und hohe Pylone umfasst. Die Außenmauern aus Lehmziegeln umschließen mehrere Gebäude, darunter ein großes Heiligtum mit verzierten Säulen und Durchgängen.
Ramses III ließ den Tempel im 12. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung errichten, um seine Herrschaft zu feiern und als Kultstätte zu dienen. Später siedelten koptische Christen innerhalb der Mauern und nutzten Teile der Anlage als Wohnraum und Kirche.
Der Name stammt von der arabischen Bezeichnung für Stadt und verweist auf die christliche Siedlung, die hier Jahrhunderte nach den Pharaonen entstand. Die Reliefs zeigen Szenen aus Kriegszügen und Ritualen, die Besucher heute entlang der Außenwände und in den inneren Räumen nachvollziehen können.
Der Komplex liegt abseits der meisten Touristenpfade und ist am Morgen oft ruhiger als andere Tempel in Luxor. Die Wege sind weitgehend eben, aber stellenweise uneben, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk für den Rundgang.
Die hohe Festungsmauer zeigt in ihren Ecken noch Reste von Wachtürmen, die dem Tempel das Aussehen einer befestigten Anlage geben. In den oberen Stockwerken der Eingangstore befinden sich Räume, die einst Wachen oder Priester nutzen konnten.
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