Mons Claudianus, Römischer Steinbruch und archäologische Stätte in Oberägypten, Ägypten
Mons Claudianus ist ein römischer Steinbruch auf einem Bergkamm in der Wüste Ägyptens, wo auf den Hängen Wohnhäuser, Befestigungen und Abbauzonen verteilt sind. Die gesamte Anlage zeigt die infrastruktur für Verwaltung und Versorgung einer großen Arbeitersiedlung.
Die Römer betrieben diesen Steinbruch zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert n. Chr., um das wertvolle weiße Granit für Tempel, Paläste und öffentliche Gebäude des Reiches zu gewinnen. Der Betrieb endete, als die Nachfrage nach diesem Material nachließ.
Die Namen der Arbeiter sind auf Tonscherben eingraviert, was zeigt, wie Menschen hier lebten und arbeiteten. Diese Inschriften erzählen von einem geregelten Alltag mit Lebensmittelrationen und Bezahlung für die harte Arbeit.
Der Ort liegt isoliert in der Wüste und ist nur mit eigenem Transport oder organisierten Ausflügen von Qena oder Hurghada erreichbar. Ein erfahrener Guide ist notwendig, um die Wege durch das Gelände sicher zu finden und die archäologischen Merkmale zu verstehen.
Die Arbeiter erhielten überraschend hohe Löhne als Ausgleich für die extremen Bedingungen auf der Höhe und der Wüstenhitze. Alle benötigten Lebensmittel wurden per Kamelkarawane über lange Strecken transportiert, was die logistische Herausforderung dieser abgelegenen Operation zeigt.
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