Mons Porphyrites, Römischer Steinbruch im Gouvernement Rotes Meer, Ägypten
Mons Porphyrites ist eine römische Steinbruchanlage in den östlichen Wüstenbergen, die sich über neun Quadratkilometer felsigen Geländes erstreckt. Das Gelände zeigt mehrere Abbaubereiche mit eingearbeiteten Transportwegen, die den Stein zu den Lagern brachten.
Der Steinbruch entstand im 1. Jahrhundert nach Christus und funktionierte bis zum 5. Jahrhundert und lieferte purpurroten Porphyr für Bauprojekte in der gesamten römischen Welt. Der Betrieb endete, als sich die wirtschaftlichen Prioritäten verschoben und neue Baumaterialien bevorzugt wurden.
Die zentrale Anlage enthielt Tempel für Sarapis und Isis Megiste, die zeigen, welche Götter die hier arbeitenden Menschen verehrten. Diese Heiligtümer spiegeln den Glauben wider, der im Alltag der Steinbrecher eine wichtige Rolle spielte.
Besucher sollten sich auf sehr heißes, trockenes Wetter vorbereiten und viel Wasser mitbringen, da der Standort fern von Besiedlung liegt. Das raue Terrain erfordert stabile Schuhe und es ist ratsam, vor Sonnenuntergang den Ort zu verlassen, um bei Tageslicht zu navigieren.
Archäologische Funde zeigen, dass hier qualifizierte Arbeiter, nicht Sklaven, den purpurroten Porphyr aus dem Gestein schlugen. Dieser Stein war der einzige bekannte Ort, wo dieses Material zu finden war, was die Stelle für das römische Reich außergewöhnlich wertvoll machte.
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