Zaranik, Naturschutzgebiet an der Mittelmeerküste des Sinai, Ägypten
Zaranik ist ein Naturschutzgebiet an der Mittelmeerküste der Sinai-Halbinsel im Nordosten Ägyptens, das flache Seen, Schilfflächen und Sanddünen umfasst. Es grenzt an den Bardawil-See, eine große Lagunenlandschaft, die vom offenen Meer durch einen schmalen Sandstreifen getrennt ist.
Das Schutzgebiet wurde 1985 offiziell ausgewiesen, als erkannt wurde, wie wichtig der Bardawil-See für ziehende Vogelarten auf ihrem Weg zwischen Europa und Afrika ist. Seitdem wird das Gebiet gemeinsam von ägyptischen Naturschutzbehörden verwaltet und gilt als eines der wichtigsten Feuchtgebiete an der Ostküste des Mittelmeers.
Der Name Zaranik leitet sich vom arabischen Wort für Schilfrohrdickichte ab, die weite Teile des Schutzgebiets bedecken. Wer durch das Gebiet läuft, sieht diese dichten Schilfzonen am Ufer der flachen Seen, die dem Ort sein Gesicht geben.
Der Besuch des Schutzgebiets erfordert im Voraus eine Genehmigung, und es wird empfohlen, mit lizenzierten Führern zu reisen, da der Zugang in bestimmte Zonen eingeschränkt ist. Frühling und Herbst sind die günstigsten Jahreszeiten, da der Vogelzug dann am stärksten ausgeprägt ist.
Die Sanddünen des Schutzgebiets sind ein Nistplatz für gefährdete Meeresschildkröten, die hier ihre Eier ablegen. Diese Tiere kehren jahrelang an denselben Strandabschnitt zurück, an dem sie selbst geschlüpft sind.
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