Nekropole von asch-Schatbi, Antike Begräbnisstätte im Shatby-Viertel, Alexandria, Ägypten.
Die Shatby-Nekropole ist eine Grabanlage aus Felsgestein mit mehreren unterirdischen Kammern, die entlang der Mittelmeerküste bei Alexandria liegen. Die Wände der Kammern zeigen griechische Architekturformen wie ionische und dorische Säuleneigenschaften, wobei rechtwinklige Nischen in den Stein gehauen wurden, um Urnen und Aschenkisten aufzunehmen.
Die Anlage entstand im 4. und 3. Jahrhundert vor Christus als Grabstätte für frühe Siedler aus Makedonien, Thessalien und Kleinasien, die sich in Alexandria niedergelassen hatten. Diese Periode war geprägt durch die Erweiterung der Bestattungsstätten für die wachsende griechische Bevölkerung unter Ptolemäischer Herrschaft.
Die Grabkammern zeigen eine Mischung aus griechischen Traditionen und lokalen Bestattungspraktiken, wobei die eingelassenen Nischen in den Wänden den Status der Verstorbenen widerspiegeln. Besucher können heute noch die Namen der Toten an den Kammereingängen erkennen, was einen persönlichen Eindruck dieser antiken Gemeinschaft vermittelt.
Nach Restaurierungsarbeiten sind die unterirdischen Kammern für Besucher zugänglich und können am besten im Rahmen geführter Touren des archäologischen Parks erkundet werden. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und sich auf unebenes Gelände und enge Räume vorzubereiten, da man durch enge Gänge und steile Treppen gehen wird.
Innerhalb der Nekropole befinden sich zwei in Fels gehauene Grabliegen, die als Sarkophage für Urnen dienten und Szenen von Totenmählern darstellen, ein ungewöhnliches Merkmal dieser Grabanlage. Diese steinernen Möbel zeigen, wie die Verstorbenen sich ein Weiterleben im Jenseits mit Speisen und Getränken vorstellten, eine religiöse Überzeugung, die in den architektonischen Details sichtbar wird.
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