Königreich Galicien, Mittelalterliches Königreich im Nordwesten Iberiens, Spanien.
Das Königreich Galizien umfasste die gesamte Nordwestregion der Iberischen Halbinsel mit Santiago de Compostela als Hauptstadt. Der Staat hatte sein eigenes Verwaltungssystem mit der Junta, einer Versammlung, die lokale Angelegenheiten regelten und Beziehungen zu anderen Territorien der Region verwalteten.
Das Königreich entstand 910 als unabhängiger Staat nach der Teilung des Königreichs Asturien beim Tod von König Alfonso III. Seine Anfänge liegen in der Zeit der Reconquista, als christliche Reiche gegen islamische Herrschaft in der Region kämpften.
Die Region entwickelte ihre eigene Sprache, Galizisch, die zum Hauptmedium für mittelalterliche Poesie und Literatur in Westiberien wurde. Dieses Sprachgefühl prägt bis heute die Identität der Menschen vor Ort.
Die Geschichte dieses Königreichs kann man durch archäologische Stätten, Kirchen und erhaltene Verwaltungsdokumente erforschen, die über verschiedene Museen und historische Orte verteilt sind. Eine gute Anlaufstelle ist die Region um Santiago de Compostela, wo zentrale Denkmäler dieser mittelalterlichen Epoche zu finden sind.
Während der Napoleonischen Kriege blieb dieses Königreich von französischen Truppen verschont und seine Junta erklärte vorübergehend Unabhängigkeit. Dies machte die Region zu einem seltenen Ort, der in dieser turbulenten Zeit eine gewisse Autonomie bewahrte.
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