Nationalpark Garajonay, Nationalpark in La Gomera, Spanien.
Der Garajonay-Nationalpark ist ein Schutzgebiet auf La Gomera, das sich über fast 4.000 Hektar erstreckt und von Lorbeerwäldern, Feuerholzbäumen und vielfältigen Felsformationen geprägt ist. Das Gelände variiert in der Höhe zwischen etwa 790 und 1.400 Metern und schafft unterschiedliche ökologische Zonen im Inneren des Parks.
Der spanische Staat erklärte Garajonay 1981 zum Schutzgebiet und erkannte damit den Wert dieser Waldlandschaft an. Die UNESCO nahm den Park 1986 in die Liste des Welterbes auf und bestätigte seine globale Bedeutung als einzigartiges Naturgebiet.
Die dichten Täler des Parks prägen seit Generationen die Silbo Gomero, eine Pfeifsprache, die Bewohner über große Entfernungen hinweg nutzen. Diese Kommunikationsform ist tief in der lokalen Identität verankert und zeigt, wie Menschen sich an die Landschaft angepasst haben.
Der Park bietet 18 markierte Wanderwege, die verschiedene Bereiche miteinander verbinden und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen. Ein Besucherzentrum hilft bei der Orientierung und bietet Material zum Verstehen der lokalen Flora und Geologie.
Der Wald beherbergt alte Arten wie Laurus azorica und Laurus novocanariensis, die vor Millionen von Jahren in Südeuropa verbreitet waren. Dieses subtropische Ökosystem ist ein lebendes Fenster in eine viel ältere Periode der europäischen Natur, bevor sich das Klima dramatisch veränderte.
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