Tunnel von Engaña, Eisenbahntunnel in Spanien
Der Engaña-Tunnel ist ein stillgelegter Eisenbahntunnel in Nordspanien zwischen Kantabrien und Burgos. Mit fast 7 Kilometern Länge verbindet er die Gemeinden Vega de Pas und Pedrosa de Valdeporres durch einen breiten, geraden Durchgang mit sanftem Gefälle.
Der Bau begann in den 1940er Jahren mit dem Ziel, eine Eisenbahnverbindung zwischen Santander und dem Mittelmeer zu schaffen. Nach fast 17 Jahren Arbeiten, in denen auch Gefangene aus Francos Diktatur eingesetzt wurden, blieb der Tunnel jedoch unvollendet und wurde nie für Zugverkehr genutzt.
Der Tunnel trägt den Namen Engaña nach dem Fluss, der das Gebiet durchfließt. Besucher können heute die rohen Steinwände und die einfachen Bauarbeiten sehen, die von einer anderen Zeit zeugen.
Besucher sollten robuste Schuhe, warme Kleidung und eine Taschenlampe mitbringen, da Teile des Tunnels dunkel sind. Seit einem Teileinsturz 1999 gibt es Sicherheitsrisiken durch Felsstürze und Erosion, daher ist Vorsicht erforderlich.
Der Tunnel wurde von Gefangenen aus Francos Regime gebaut und diente später inoffiziell als geheime Route für den Warentransport. Diese unerwartete Nutzung machte ihn zum Ort zahlreicher Legenden und Geschichten unter Einheimischen und Besuchern.
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