Dallol, Ehemalige Bergbausiedlung in Kilbet Rasu, Äthiopien.
Dallol ist eine ehemalige Bergbausiedlung im Afar-Becken, die sich 130 Meter unter dem Meeresspiegel befindet und durch farbige Mineralablagerungen gekennzeichnet ist. Die Landschaft wird von unterirdischen Wärmequellen geprägt, die einzigartige geologische Formationen wie Schwefelquellen und kristalline Strukturen erschaffen haben.
Die Siedlung entstand 1918 mit dem Bau einer Eisenbahn zum Transport von Kali und erreichte vor dem Ersten Weltkrieg ihre größte Produktion. Nach dieser frühen Blüte wurde die Anlage aufgegeben, da die Rohstoffe erschöpft wurden und wirtschaftliche Bedingungen sich verschlechterten.
Die Afar-Menschen in dieser Region nutzen traditionelle Methoden zur Salzgewinnung, wobei Kamelkarawanen die Blöcke durch die Wüstenlandschaft transportieren. Diese Praktiken prägen bis heute das tägliche Leben und die Wirtschaft der lokalen Gemeinschaften.
Der Zugang zu diesem Ort erfordert spezialisierte Transportmittel und erfahrene Führer, da keine direkten Straßen zum Standort führen. Eine sorgfältige Vorbereitung im Voraus ist notwendig, um die lange Reise durch schwieriges Gelände zu planen.
Dieser Ort wird oft als einer der heißesten bewohnten Orte der Erde bezeichnet, mit extremen Temperaturbedingungen, die nur wenige Menschen ertragen können. Die raue Umgebung hat auch dazu geführt, dass die meisten Gebäude und Strukturen über die Jahre hinweg durch die harten Bedingungen zusammengebrochen sind.
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