Nationalversammlung, Unteres Haus der Legislative in Paris, Frankreich.
Die Nationalversammlung befindet sich im Palais Bourbon, wo 577 gewählte Abgeordnete zusammenkommen, um über Gesetze für die französischen Bürger zu beraten und abzustimmen. Der Sitzungssaal ist kreisförmig um ein zentrales Pult angeordnet, an dem Minister und Redner ihre Positionen darlegen, während Galerien über den Sitzreihen Platz für Besucher und Journalisten bieten.
Die heutige Nationalversammlung entstand 1958 mit der Gründung der Fünften Republik, um die demokratischen Institutionen Frankreichs zu reformieren. Das Palais Bourbon, das die Versammlung beherbergt, diente bereits seit 1795 als Sitz verschiedener parlamentarischer Gremien, lange bevor die aktuelle Verfassung in Kraft trat.
Abgeordnete verschiedener Parteien treffen sich hier regelmäßig in einem Raum, der ihre Positionen sichtbar macht, indem linke und rechte Gruppen entsprechend zueinander sitzen. Besucher nehmen von der Galerie aus wahr, wie Redner ans Pult treten, Debatten geführt werden und Abstimmungen in unterschiedlichen Tempi ablaufen, je nach Dringlichkeit der Themen.
Besucher können an öffentlichen Sitzungen teilnehmen, indem sie kostenlose Eintrittskarten über ihren örtlichen Abgeordneten oder die französische Botschaft beantragen. Die Sicherheitskontrollen ähneln denen an Flughäfen, daher sollten Gäste genügend Zeit einplanen und nur kleine Taschen mitbringen.
Die Bibliothek dieses Gebäudes bewahrt eine Deckenmalerei von Eugène Delacroix aus dem Jahr 1838, die die Entwicklung der menschlichen Zivilisation durch das antike Griechenland darstellt. Diese künstlerische Arbeit verbindet das moderne Gesetzgebungsverfahren mit der Tradition demokratischer Ideen, die ihren Ursprung in Athen haben.
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