Aigues-Mortes, Mittelalterliche Festungsstadt in Gard, Frankreich
Aigues-Mortes ist eine befestigte Stadt im Département Gard in Südfrankreich, umgeben von einer durchgehenden Stadtmauer aus dem Mittelalter. Die Mauern bilden ein Rechteck mit mehreren Türmen und Toren, durch die man in das kompakte Stadtzentrum gelangt, wo schmale Gassen zwischen alten Häusern verlaufen.
Ludwig IX. von Frankreich gründete die Siedlung im Jahr 1240 als Hafen, um direkte Kontrolle über den Zugang zum Mittelmeer zu gewinnen. Die Stadtmauern wurden in den folgenden Jahrzehnten vollendet und machten den Ort zu einer bedeutenden Festung an der südlichen Grenze des Königreichs.
Der Ort diente als Ausgangspunkt für die Kreuzzüge unter König Ludwig IX. und trägt noch heute den Beinamen "Tote Wasser", der sich auf die umliegenden Salzsümpfe bezieht. Besucher können die Salzgärten beobachten, wo seit Jahrhunderten rosa schimmerndes Meersalz gewonnen wird und sich je nach Jahreszeit die Farbe der Becken ändert.
Die Stadtmauern sind das ganze Jahr über begehbar und bieten Rundgänge mit Blick auf die Dächer und die Umgebung. Ein Besuch in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag sorgt für angenehmere Temperaturen und weniger Betrieb auf den Wehrgängen.
Die Constance-Turm enthält einen der am besten erhaltenen gotischen Innenräume Südfrankreichs mit vier Stockwerken und einem gewölbten Treppenaufgang. Von der obersten Plattform aus sehen Besucher bei klarem Wetter die rosafarbenen Salzbecken der Camargue und die Ausläufer der Cevennen am Horizont.
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