Notre-Dame-des-Sablons, Gotische Kirche in Aigues-Mortes, Frankreich
Notre-Dame des Sablons ist eine gotische Kirche in Aigues-Mortes im Süden Frankreichs. Ihre hohe, flache Fassade aus hellgrauen Werk- und Bruchsteinen zeigt oben links einen zylindrischen Treppenturm mit Kegeldach, eine große Spitzbogennische mit kleiner runder Öffnung und ein tiefes Spitzbogenportal mit dunkler Holztür. Im Inneren ist die dreischiffige Hallenkirche nicht eingewölbt, sondern von einem offenen Dachstuhl bedeckt.
Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut, als Ludwig IX. von Frankreich Aigues-Mortes als Abfahrtshafen für seine Kreuzzüge ins Heilige Land nutzte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach verändert, blieb aber im Wesentlichen ein gotisches Bauwerk.
Der Name „des Sablons“ verweist auf den Sand, auf dem die Kirche steht; sie ist das letzte Zeugnis der Einschiffung Ludwigs des Heiligen zu den Kreuzzügen. Am 25. August 1248 wurden hier die Kreuzfahrer des Sechsten Kreuzzugs gesegnet, am 1. Juli 1270 die des Siebten. Am 25. August 1992 hielt Louis de Bourbon in dieser Kirche seine erste Rede als Thronfolger Frankreichs und wurde zum Ehrenbürger von Aigues-Mortes ernannt.
Die Kirche liegt direkt am zentralen Platz von Aigues-Mortes und ist zu Fuß von jedem Punkt innerhalb der Stadtmauern leicht erreichbar. Das Pflaster in der Altstadt kann uneben sein, daher empfehlen sich feste Schuhe für den Besuch.
Die modernen Buntglasfenster der Kirche wurden 1991 vom französischen Künstler Claude Viallat entworfen, der für seinen abstrakten Stil bekannt ist. Diese Fenster bringen lebhafte Farben in das mittelalterliche Innere und bilden einen bewussten Kontrast zum alten Stein.
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