Millau, Mittelalterliche Stadt in Aveyron, Frankreich
Millau ist eine Gemeinde im Département Aveyron, eingebettet im Tal des Flusses Tarn auf einer Höhe von 600 Metern, umgeben von Kalkplateaus und tiefen Schluchten. Die Altstadt breitet sich an beiden Ufern aus, mit engen Gassen und Steingebäuden, die von steilen Hängen und dramatischen Felsformationen eingerahmt werden.
Die Siedlung entstand unter römischer Herrschaft als Condatomagus, ein Töpferzentrum, das Keramik in weite Teile Galliens lieferte. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Handelsplatz an der Kreuzung von Wegen zwischen Mittelmeer und Atlantik, was den Aufstieg der Gerberei und Lederhandwerke begünstigte.
Die Stadt trägt ihren Namen vom lateinischen 'Aemilianum', das auf einen römischen Landbesitzer hinweist, und bewahrt eine starke Verbindung zur Lederverarbeitung. Handwerksbetriebe fertigen weiterhin Handschuhe und andere Lederwaren nach überlieferten Methoden, während Besucher in kleinen Ateliers die Arbeit beobachten können.
An Mittwochs und Freitags finden in den Straßen der Altstadt Märkte statt, auf denen Bauern aus den umliegenden Tälern Käse, Gemüse und Wurst anbieten. Die Gassen können steil sein, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk für Spaziergänge zwischen den Plätzen und entlang der Uferpromenaden.
Der Viadukt von Millau überquert das Tarntal mit einer Spannweite von 2,46 Kilometern und einer Höhe von 336,4 Metern, was ihn zur höchsten Brückenkonstruktion Frankreichs macht. Sein höchster Pfeiler überragt sogar den Eiffelturm um einige Meter und bietet Autofahrern den Eindruck, durch die Wolken zu gleiten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.