Domeyrat, Gemeinde im Norden der Haute-Loire, Frankreich
Domeyrat ist eine kleine Gemeinde im Norden der Haute-Loire, gelegen am Ufer der Senouire zwischen Paulhaguet und Brioude. Das Gemeindegebiet umfasst mehrere Weiler sowie ein Hauptdorf mit alten Steinhäusern und einem mittelalterlichen Burggelände.
Der erste schriftliche Hinweis auf die Burg stammt aus dem Jahr 1250, als ein Herr namens Astorg Papabeuf seine Treue einem französischen Adligen schwor. Im 15. Jahrhundert verwandelte Jean de Langheac die Burg in eine befestigte Residenz, bevor sie während der Französischen Revolution als Symbol der Feudalzeit geplündert wurde und ihre Steine für den Bau von Häusern im Dorf genutzt wurden.
Das Dorf ist mit dem Auto leicht zu erreichen, mit Parkplätzen in der Nähe des Burggeländes. Die Burg ist nicht für Rollstühle geeignet, da das Gelände uneben ist und historische Stufen enthält.
Unweit des Dorfes liegt Senèze, ein Weiler in einem alten Vulkankrater, der vor rund zwei Millionen Jahren ein See war und heute als einer der bedeutendsten Fossilfundorte Europas gilt. Dort wurde das einzige bekannte weibliche Exemplar eines sehr seltenen Primaten gefunden, was Forscher aus aller Welt anzieht.
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