Centre interarmées d’essais d’engins spéciaux, Militärische Testeinrichtung in Béchar, Algerien
Der Centre Interarmées d'Essais d'Engins Spéciaux ist eine französische Militärtestanlage in der Sahara bei Béchar mit mehreren Startplattformen an den Standorten B0, B1 und B2. Die Gelände waren auf mehrere Bereiche verteilt, um verschiedene Arten von Raketen und Missilen zu testen.
Die Anlage wurde am 24. April 1947 durch Ministerdekreet gegründet und diente als Hauptstartplatz für französische Raketen und Flugkörper. Der Betrieb endete 1967 nach Jahren intensiver Testaktivitäten in der Wüste.
Das Gelände stand für Frankreichs Bemühung, unabhängige militärische und weltraumbezogene Fähigkeiten in Nordafrika aufzubauen. Besucher können heute noch die Bedeutung dieses Ortes für die europäische Raumfahrtgeschichte nachvollziehen.
Die geografische Lage in der Nähe des Äquators bot ideale Bedingungen für Raketenstarts und ermöglichte effizientere Weltraummissionen als Standorte in Frankreich. Besucher sollten wissen, dass die Gegend sehr abgelegen ist und die Anfahrt erfordert gute Vorbereitung.
Von diesem Gelände aus startete Frankreich 1965 seinen ersten Satelliten Astérix-1 und wurde damit die dritte Nation mit unabhängigen Raumfahrtfähigkeiten. Diese Errungenschaft machte den Standort zu einem Wendepunkt in der europäischen Weltraumgeschichte.
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