Synagoge der Rue des Tournelles, Jüdisches Heiligtum im Marais, Paris, Frankreich
Die Synagoge der Rue des Tournelles ist ein Gotteshaus im 4. Arrondissement von Paris, das mit einer romanisch-byzantinischen Fassade mit großen Arkaden und einem Rundfenster gestaltet ist. Der Innenraum wird von einem Stahlgerüst getragen und führt zu einer halbkreisförmigen Apsis, in der die Torarolle aufbewahrt wird.
Das Gebäude entstand 1876, um jüdische Flüchtlinge aus dem Elsass und Lothringen aufzunehmen, die nach dem deutsch-französischen Krieg kamen. Es wurde 1987 unter Denkmalschutz gestellt.
Die Synagoge zeigt heute das Gepräge sephardischer Traditionen, während sie ursprünglich für aschkenasische Gläubige gegründet wurde. Besucher bemerken diese Vielfalt in den Gebeten und der Gestaltung des Innenraums.
Das Gebäude befindet sich in der Rue des Tournelles 21 im Marais-Viertel und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass Führungen und Gottesdienste zu bestimmten Zeiten stattfinden und sich vorher informieren.
Das Innere wurde mit einer Stahlkonstruktion des berühmten Ingenieurs Gustave Eiffel errichtet, der auch den bekannten Pariser Eiffelturm entworfen hat. Dies machte die Synagoge zu einem frühen Beispiel für den Einsatz von Stahlrahmen in religiösen Gebäuden.
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