Mosesbrunnen, Mittelalterliches Monument in Champmol, Frankreich
Der Brunnen des Moses ist ein Denkmal mit lebensgroßen Kalksteinskulpturen von sechs Propheten und Engeln auf sechseckiger Grundform in einem Klostergarten. Die Figuren stehen etwa sieben Meter hoch und umgeben einen ursprünglichen Brunnen, dessen tiefe den Bau unter dem Kartäuserkloster von Champmol prägt.
Das Denkmal entstand zwischen 1395 und 1403 unter Leitung des niederländischen Bildhauers Claus Sluter für das Kartäuserkloster Champmol des Herzogs Philipp des Kühnen. Diese Schöpfung zeugt von der Macht und dem religiösen Eifer der burgundischen Herrscher am Ende des Mittelalters.
Die Prophetenfiguren auf der sechseckigen Basis verkörpern biblische Voraussagen der Kreuzigung Christi und spiegeln die religiöse Bedeutung des Ortes wider.
Das Denkmal befindet sich im Garten des Kartäuserklosters, heute Hôpital de la Chartreuse, und ist vom Außenbereich einsehbar. Fragmente der ursprünglichen Kruzifixionsszene werden im Archäologischen Museum von Dijon ausgestellt und ermöglichen tiefere Einblicke in das Gesamtwerk.
Eine der Prophetenfiguren trägt die Gesichtszüge des Herzogs Philipp des Kühnen selbst, was eine ungewöhnliche Vermischung von weltlicher und religiöser Macht zeigt. Die ursprüngliche Bemalung mit burgundischen Farben ist heute nur noch in Fragmenten erhalten.
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