Cayenne's Prison, Strafkolonie in Cayenne, Französisch-Guayana.
Cayenne's Prison ist eine ehemalige Strafkolonie auf dem Festland und mehreren Inseln vor der Küste Französisch-Guayanas. Die Anlage umfasst Zellenblöcke aus Stein, Wachtürme entlang der Mauern und Verwaltungsgebäude, die sich über mehrere Standorte verteilen.
Die französische Regierung eröffnete die Strafkolonie 1852, um Verurteilte in die überseeischen Besitzungen zu deportieren. Die Anlage blieb über ein Jahrhundert lang in Betrieb und schloss ihre Tore endgültig 1953.
Der Bagne de Cayenne wurde durch Henri Charrière berühmt, dessen Fluchtbericht heute noch Leser anzieht und das öffentliche Bild der Einrichtung prägt. Viele Einheimische kennen Geschichten über einzelne Gefangene, deren Namen mit den erhaltenen Zellen verbunden sind.
Die Anlage ist teils zugänglich, doch Wege zwischen den Standorten erfordern Transfers per Boot oder Fußmärsche durch bewachsene Areale. Hitze und Feuchtigkeit machen festes Schuhwerk und Sonnenschutz ratsam.
Alfred Dreyfus verbrachte fünf Jahre auf der Teufelsinsel, bevor seine Rehabilitation das Justizsystem Frankreichs erschütterte. Sein Einzelfall zeigt, wie politische Urteile die Funktionsweise der gesamten Strafkolonie prägten.
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