Cayenne, Hauptstadt in Französisch-Guayana, Frankreich
Cayenne ist die Hauptstadt von Französisch-Guayana an der Atlantikküste, wo der gleichnamige Fluss ins Meer mündet und breite Straßen sich durch ein Viertel mit Kolonialbauten neben modernen Verwaltungsgebäuden ziehen. Die Uferzone verbindet alte Kais mit neuen Anlegestellen, während Parks und Plätze das urbane Gefüge auflockern.
Nach mehreren gescheiterten Versuchen gründeten französische Siedler die Stadt 1664 endgültig und nutzten sie als Stützpunkt für den Handel mit der Karibik und Europa. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zum Verwaltungszentrum für Strafkolonien und blieb auch nach deren Schließung politischer Mittelpunkt des Überseegebiets.
Der Name stammt von den frühen Siedlern, die ihn nach der Pfefferart benannten, während die Stadt heute Kreolisch, Französisch und mehrere indigene Sprachen im Alltag vereint. Märkte wie der Marché Central zeigen, wie Einwohner frische Gewürze, tropische Früchte und handgefertigte Waren kaufen und dabei verschiedene kulturelle Einflüsse sichtbar werden.
Wer sich zu Fuß orientieren möchte, findet in der kompakten Innenstadt die meisten Sehenswürdigkeiten innerhalb von 20 Minuten erreichbar, während Nebenstraßen oft schattige Wege durch Wohngebiete bieten. Öffentliche Busse fahren tagsüber zu den wichtigsten Vierteln und zum Flughafen, wobei Fahrzeiten wegen Verkehr variieren können.
Das alte Fort auf dem Hügel Cépérou bietet einen weiten Blick über Mündung und Stadt, wobei Reste der Steinmauern aus dem 17. Jahrhundert noch heute zwischen Palmen und Grünflächen stehen. Wenige Besucher wissen, dass unter dem Fort Tunnel verlaufen, die einst militärische Vorräte schützten und heute teils zugänglich sind.
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