Habitation Loyola, Jesuitenplantageruinen in Remire-Montjoly, Französisch-Guayana.
Habitation Loyola sind archäologische Überreste einer Jesuiten-Plantage aus dem 17. Jahrhundert mit Herrenhaus, Kapelle, Friedhof und Werkstätten verteilt auf dem Gelände. Die Ausgrabungen zeigen noch immer Spuren der damaligen Infrastruktur und des täglichen Lebens an diesem Ort.
Die Plantage wurde 1668 von Jesuiten gegründet und diente der Finanzierung ihrer Missionsarbeit durch Zucker-, Kaffee- und Kakaoanbau. Sie spielte eine wichtige Rolle in der frühen kolonialwirtschaftlichen Entwicklung der Region, bis ihre Aktivitäten 1769 endeten.
Die Stätte zeigt das Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen unter kolonialen Bedingungen, wobei die Architektur und Friedhöfe Spuren dieser komplexen Vergangenheit bewahren.
Das Gelände ist das ganze Jahr über zugänglich, und geführte Touren erklären die archäologischen Strukturen und laufenden Forschungsarbeiten. Bequeme Schuhe und Wetterschutz sind empfehlenswert, da man über unebenes Terrain geht.
Der Friedhof des Ortes enthält Hunderte von Gräbern von versklavten Menschen, Ureinwohnern und Kolonisten, die unter unterschiedlichen Bedingungen lebten. Ein Kalvarienberg-Denkmal auf dem Gelände erinnert an alle, die dort starben und beigesetzt wurden.
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