Saint-Bernard de la Chapelle, Neugotische Kirche in Goutte d'Or, Paris, Frankreich
Saint-Bernard de la Chapelle ist eine neugotische Kirche im 18. Arrondissement von Paris, die an der Ecke Rue Saint-Bruno und Rue Affre steht. Das Gebäude verfügt über Spitzbögen, Steinmetzarbeiten und Rosettenfenster, die für diesen Baustil typisch sind.
Die Kirche wurde zwischen 1858 und 1861 erbaut, als das Viertel durch den Bau des Gare du Nord schnell wuchs und zahlreiche Arbeiterfamilien anzog. Sie wurde als klassiertes historisches Denkmal anerkannt und ist seit ihrer Gründung ein aktives Gotteshaus geblieben.
Saint-Bernard de la Chapelle liegt im Viertel Goutte d'Or, das seit Jahrzehnten von Einwanderern aus Nordafrika und Westafrika geprägt wird. Im Inneren der Kirche spiegelt sich diese Vielfalt wider, da die Gemeinde aus Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft besteht.
Ein Besuch an Wochentagen am Vormittag oder zwischen den Gottesdiensten ermöglicht es, das Innere in Ruhe zu erkunden. Da die Kirche ein aktiver Kultort ist, sollten Besucher auf Menschen achten, die beten oder an einem Gottesdienst teilnehmen.
Im Jahr 1996 besetzten rund 300 Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus die Kirche und forderten eine Regularisierung. Die Besetzung dauerte mehrere Wochen und endete mit einer Polizeiräumung, die international Aufmerksamkeit erregte.
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