Anšan, Antike Hauptstadt in der Provinz Fars, Iran
Anshan ist eine archäologische Stätte in der Provinz Fars, die Überreste mehrerer Zivilisationen über einen Zeitraum von fast zweitausend Jahren bewahrt. Die Ruinen erstrecken sich über ein weites Gebiet am Fuß der Zagros-Berge und zeigen Fundamente von Stadtmauern, Wohnvierteln und öffentlichen Bauten.
Die Siedlung wurde im dritten Jahrtausend vor Christus gegründet und entwickelte sich zur Hauptstadt des elamitischen Reiches. Im siebten Jahrhundert vor Christus gliederten die Perser das Gebiet in ihr wachsendes Reich ein und verlegten das politische Zentrum nach Pasargadae.
Der Name Anshan erscheint in alten Keilschrifttexten als wichtiger Herrschaftssitz elamitischer Könige, die hier ihren Palast unterhielten. Besucher sehen heute noch Spuren von Verwaltungsgebäuden, in denen Schreiber Verträge und Handelsabkommen auf Tontafeln festhielten.
Die Ausgrabungsstätte liegt in hügeligem Gelände nördlich von Schiras und setzt festes Schuhwerk für den Rundgang voraus. Für den Zugang ist eine Forschungsgenehmigung erforderlich, da das Gelände weiterhin wissenschaftlich untersucht wird und für normale Besucher nicht durchgehend geöffnet ist.
Archäologen fanden in einem Bereich namens Malian beschriftete Ziegelstücke mit religiösen Widmungen aus der Königszeit. Diese Inschriften nennen Götternamen und Rituale, die in dieser Form nirgendwo sonst in der Region dokumentiert sind.
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