Ahura Mazda and Ardashir I, Antikes Felsrelief in Naqsh-e Rustam, Iran.
Ahura Mazda und Ardashir I ist eine in Stein gemeißelte Darstellung zweier berittener Figuren, die sich auf der Felsoberfläche gegenüberstehen und insgesamt etwa 6,65 Meter breit und 2,40 Meter hoch ist. Das Werk zeigt eine detaillierte Szene mit Pferden und begleitenden Inschriften, die an der Ostseite von Naqsch-e Rustam etwa zwei Meter über dem Boden angebracht ist.
Dieses Werk entstand um 235 n. Chr. und zeigt eine wichtige Szene für die Gründung des Sassanidischen Reiches. Es dokumentiert den Moment, in dem der Gründer Ardashir I. seine königliche Macht vom Gott empfing - ein bedeutsamer Wendepunkt in der persischen Herrschaftsgeschichte.
Die Inschriften in drei Sprachen - Mittelpersisch, Parthisch und Griechisch - zeigen, wie vielfältig die Sassanidische Verwaltung war und wie sie mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen kommunizierte. Diese Mehrsprachigkeit war ein alltäglicher Teil der damaligen Herrschaft und ihrer Beziehungen zu benachbarten Kulturen.
Das Relief befindet sich etwa zwei Meter über dem Boden an der Ostecke der Anlage und ist von dort aus sichtbar, wobei die ursprünglichen Details gut zu erkennen sind. Besucher sollten dies bei der Planung ihres Besuchs berücksichtigen, um einen guten Blick auf die Darstellung zu bekommen.
Auf beiden Seiten der Szene trampeln Pferde auf besiegten Feinden herum: Das Ross des neuen Herrschers schreitet auf seinen Vorgänger, während das Tier des Gottes eine symbolische Darstellung des Bösen niedertritt. Diese Bildsprache vermittelt politische und religiöse Botschaften auf sehr direkte Weise.
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