Triumph von Shapur I., Felsrelief in Naqsh-e Rustam, Iran
Das Relief vom Triumph Schapurs I. über Valerian ist ein Felsrelief in Naqsch-e Rostam im Landkreis Marvdasht, Iran, das eine Szene des sassanidischen Sieges über die Römer darstellt. Es zeigt den persischen Herrscher zu Pferd und davor zwei Kaiser: Valerian stehend und Philipp der Araber kniend.
Das Relief wurde nach 260 n. Chr. geschaffen, um die Gefangennahme des römischen Kaisers Valerian in der Schlacht von Edessa zu feiern, einem der seltenen Fälle in der Antike, in denen ein römischer Kaiser lebend gefangen wurde. Der Ort Naqsch-e Rostam war bereits vor den Sassaniden ein heiliger Ort, der von den Achämeniden genutzt wurde, und die neue Herrscherdynastie wählte ihn bewusst, um ihre eigene Größe an diesen älteren Mauern zu verankern.
Das Relief zeigt einen persischen König zu Pferd, während zwei römische Figuren vor ihm stehen oder knien, was eine klare Rangordnung ausdrückt. Die Darstellung der Gewänder und Rüstungen gibt einen konkreten Eindruck davon, wie Macht im sassanidischen Persien sichtbar gemacht wurde.
Das Relief befindet sich an der Felswand von Naqsch-e Rostam, etwa 3 Meilen (5 km) nördlich von Persepolis, und ist von unten gut zu sehen. Da es kaum Schatten gibt, empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen, besonders in den Sommermonaten.
In der Szene ist eine Figur des zoroastrischen Hohepriesters Kartir zu erkennen, der an seinem charakteristischen Kopfschmuck zu identifizieren ist, obwohl er kein König war. Seine Anwesenheit in einem königlichen Triumphbild zeigt, welchen außergewöhnlichen Einfluss er am sassanidischen Hof genoss.
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