Wächterrat, Verfassungsrat in Teheran, Iran
Der Wächterrat ist ein Aufsichtsgremium in Teheran, Iran, das aus zwölf Mitgliedern besteht und die Übereinstimmung von Gesetzen mit islamischem Recht und der iranischen Verfassung überprüft. Die Sitzungen finden in der Hauptstadt statt, wo die Mitglieder regelmäßig zusammenkommen, um parlamentarische Entscheidungen zu bewerten.
Nach der iranischen Revolution 1979 entstand der Rat, um religiöse Aufsicht über die neue islamische Republik auszuüben. Seine Rolle festigte sich in den folgenden Jahren als Teil der verfassungsmäßigen Kontrolle über Gesetzgebung und Wahlen.
Sechs islamische Rechtsgelehrte und sechs Juristen bilden das Gremium, wobei der Oberste Führer die religiösen Mitglieder und das Parlament die juristischen auswählt. Diese Struktur spiegelt das doppelte System der iranischen Staatsführung wider, in dem religiöse und zivile Rechtsordnung miteinander verbunden sind.
Das Gremium tagt in Teheran und prüft Kandidaten für Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sowie Gesetze auf ihre Verfassungsmäßigkeit. Seine Entscheidungen beeinflussen direkt die politische Landschaft und die Zusammensetzung der gewählten Institutionen im Iran.
Seit seiner Gründung hat das Gremium Tausende von Wahlkandidaten abgelehnt und zahlreiche parlamentarische Gesetze zurückgewiesen. Diese Befugnis zur Auslegung der Verfassung macht es zu einem der einflussreichsten Organe im politischen System des Iran.
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