Masuleh, Stadt im Iran
Masuleh ist eine Stadt im Norden des Iran, die auf einem steilen Berghang auf etwa 1.050 Metern Höhe erbaut ist. Die Häuser sind aus Holz, Stein und Lehmziegel gefertigt und bilden eine ungewöhnliche Struktur, bei der die Dächer einer Häuserreihe als Straßen und Gehwege für die darüber liegende Häuserreihe dienen.
Masuleh wurde etwa im 10. Jahrhundert gegründet und war ursprünglich als Masalar oder Khortab bekannt. Die erste Siedlung entstand Anfang des 11. Jahrhunderts in der Nähe eines Flusses, und später verlagerte sich die Bevölkerung zum heutigen Standort, um Krankheiten und Angriffen zu entgehen.
Die Bewohner von Masuleh sprechen Taleshi und Gilaki, Sprachen, die hauptsächlich in dieser Region am Kaspischen Meer verbreitet sind. Die Menschen pflegen traditionelle Handwerkstechniken wie Teppichweberei und stellen bunte Socken, traditionelle Schuhe und Keramik her, die man auf dem lokalen Markt kaufen kann.
Autos sind in Masuleh nicht erlaubt, da die Straßen zu steil und eng sind, was bedeutet, dass Besucher zu Fuß gehen müssen. Die Stadt kann bei Regen und Nebel rutschig sein, daher sind gute Schuhe mit guter Bodenhaftung wichtig.
Eine besondere Moschee namens 'O-ne-ben-ne Ali' wurde hier fast 1.000 Jahre vor der Gründung der modernen Stadt erbaut und zeigt mit ihren ebonoholzgeschnitzten Türen und Koranversen eine bemerkenswert alte Handwerkstradition. Die umliegenden Berge enthalten Mineralien wie Eisen, Quarz und Zink, die in der Vergangenheit zur Herstellung von Kanonen für iranische Armeen verwendet wurden.
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