Cocullo, Berggemeinde in der Provinz L'Aquila, Italien
Cocullo ist eine Bergkommune in der Provinz L'Aquila, deren Steingebäude auf 900 Metern Höhe zwischen den Tälern Peligna und Fucino aufragen. Der Ort liegt an der Bahnstrecke Rom-Pescara und erstreckt sich über den Hang mit traditionellen Fassaden und engen Gassen.
Die Siedlung entstand im 10. Jahrhundert, erbaut auf den Resten einer antiken römischen Stadt namens Koukoulon, die zwischen dem heutigen Cocullo und Casale lag. Die kontinuierliche Besiedlung über Jahrhunderte hinweg hat der Gegend ihre strategische Bedeutung in den Gebirgsregionen der Abruzzen bewahrt.
Das Schlangenfest der Festa dei Serpari findet jeden Mai statt, wenn Schlangenführer lebende Schlangen durch die Straßen tragen und sie auf die Statue des Heiligen Domenico legen. Dieses Ereignis verbindet alte Traditionen mit religiöser Verehrung auf eine Weise, die die Einwohner seit Generationen pflegen.
Der Ort ist über die Autobahn A25 oder per Zug erreichbar, wobei regelmäßige Verbindungen entlang der Strecke Rom-Pescara bestehen. Die steile Topografie bedeutet, dass Besucher mit Treppen und Wegen rechnen sollten, die sich durch das Bergdorf winden.
Die Schlangenfest-Tradition stammt von den antiken Marsi ab, einem Volk, das die Göttin Angitia verehrte und bekannt für Schlangenbezähmung und Heilpraktiken war. Diese alte Verbindung lebt in dem Mai-Fest fort, das die lokale Geschichte der Region sichtbar macht.
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