Spezzano Albanese, italienische Gemeinde
Spezzano Albanese ist eine Gemeinde in der Provinz Cosenza in Kalabrien, auf einem Hügel über dem Tal des Flusses Crati gelegen. Das Gemeindegebiet umfasst das Heiligtum Madonna delle Grazie sowie archäologische Stätten wie den Fundort Torre Mordillo.
Die Gemeinde wurde im 15. Jahrhundert von albanischen Flüchtlingen gegründet, die vor den Osmanen flohen und ihre Sprache und Bräuche mitbrachten. Die archäologischen Funde in Torre Mordillo zeigen jedoch, dass die Gegend bereits in der Bronzezeit besiedelt war.
Spezzano Albanese ist eines der wenigen Orte in Kalabrien, in dem die albanische Sprache Arbëresh noch heute im Alltag gesprochen wird. Bei Festen wie dem Karneval tragen Frauen traditionelle Kostüme, die seit Jahrhunderten unverändert geblieben sind.
Das Dorf ist am bequemsten mit dem Auto über lokale Straßen zu erreichen, und in der Umgebung gibt es kleine Unterkünfte und Restaurants. Ein Besuch während des Karnevals oder der Osterprozessionen ermöglicht es, die lokalen Traditionen direkt zu erleben.
Beim Karneval findet hier die Corsa dei Cavalli statt, bei der Reiter versuchen, schwebende Gummiziele mit kleinen Lanzen zu treffen. Dieser Brauch verbindet das Dorf mit alten Ritterturnieren und ist nirgendwo sonst in der Region zu finden.
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